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Neue VDMA-Informationsblätter zum Thema Entrauchung

Neue VDMA-Informationsblätter zum Thema Entrauchung ab sofort erhältlich

TROX GmbH

Passend zur Fachmesse FeuerTRUTZ am 22. und 23. Februar 2017 in Nürnberg, erscheinen neue Informationsblätter des Arbeitskreises Entrauchung im VDMA.

Frankfurt, 20. Februar 2017 – Ergänzend zu dem im Februar 2015 erschienenen Informationsblatt Nr. 5 „Stromversorgung in sicherheitstechnischen Anlagen – Maschinelle Rauchabzug-Anlagen“, erfolgt die Veröffentlichung der weiterernInformationsblätter, mit dem Ziel, Produkte im Kontext der neuen Muster-Sonderbaurichtlinien der ARGEBAU zum Einsatz von Maschinellen Rauchabzugsanlagen besser zu erläutern.

Der VDMA-Arbeitskreis Entrauchung unter Leitung von Udo Jung, TROX GmbH, vertritt hierbei die Interessen der VDMA-Mitgliedsunternehmen von maschinellen Rauchabzugsanlagen und leistet seit Jahren wichtige Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Hauptanliegen des Arbeitskreises ist es, eine hohe Transparenz für den Anwender zu schaffen.

Folgende Publikationen aus der Reihe werden zur Fachmesse FeuerTRUTZ 2017 veröffentlicht:

  • Informationsblatt 2 „Wechselwirkung von Löschanlagen und MRA/NRA“ (Ersatz und Neuerarbeitung)
  • Informationsblatt 4 „Prinzipien zur Rauchableitung“ (Überarbeitung)
  • Informationsblatt 6 „Funktionserhalt von elektrischen Leitungsanlagen – Maschinelle Rauchabzugsanlagen“ (neu)
  • Informationsblatt 7 „Anforderungen an die Entrauchung in den neuen Muster-Sonderbaurichtlinien/-verordnungen“ (neu).

Erhältlich sind die Informationsblätter online unter http://lr.vdma.org/ und http://rauchschutz.vdma.org/ sowie als Printversion.

Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an!

Kontakt:

VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik/
Fachabteilung Luftreinhaltung
Astrid Medinger
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 6603-1859
E-Mail: astrid.medinger@vdma.org

Quelle: VDMA; http://rauchschutz.vdma.org/

Das Zentrum für Luft geht online !

Zentrum für Luft online

Wofür steht das Zentrum für Luft?
Wir, der Verband Fensterautomation und Entrauchung (VFE), bringen frischen Wind in alte und neue Gebäude.

Unsere Mission:
Stickige Räume, gesundheitliche Probleme, Schimmelbildung oder hohe Energiekosten müssen nicht sein. Wir setzen auf – frische Luft!

Wie können wir das schaffen?
Indem wir die Luftqualität und Sicherheit in Gebäuden optimieren. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir eng mit Planern, Architekten und Bauherren zusammen. Darum wollen wir Sie in Zukunft mit frischen Informationen über unsere Kernthemen versorgen:
automatisierte natürliche Lüftung und Entrauchung.

Aktionsgemeinschaft Entrauchung: Roadshow 2016

Aktionsgemeinschaft Entrauchung: Roadshow 2016

Mit der Verzahnung von Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft bestreitet die Aktionsgemeinschaft Entrauchung (AGE) in diesem Jahr neue Wege.

Außerdem wie immer freitags: der aktuelle LüKK-Veranstaltungskalender als praktische xls-Tabelle.

(Abb. AGE)(Abb. AGE) Im Rahmen der Roadshow im September 2016 wird es neben Fachvorträgen zu den Themen Entrauchung und Rauchfreihaltung Vorführungen geben, die sich um das Thema ranken. Die neun Mitglieder der AGE, Alfred Eichelberger GmbH, Berlin, Belimo Stellantriebe Vertriebs GmbH, Stuttgart, Branddirektion Frankfurt, Endreß Ingenieurgesellschaft mbH, Frankfurt, Frakta Vertriebs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Novar GmbH, Neuss, Stöbich Brandschutz GmbH, Goslar, Trox TLT GmbH, Bad Hersfeld, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München, konnten mit der Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der Universität Cottbus, dem Institut für Industrieaerodynamik in Aachen (IFI) sowie der Branddirektion in Frankfurt Partner gewinnen, bei denen sich Feuer, Rauch und Entrauchung „anfassbar“ an Prüfständen und Versuchsaufbauten präsentieren lässt.
Die Kernthemen der Vorträge reichen vom Verwendbarkeitsnachweis für Anlagenkomponenten über Entrauchungsklappen und Rauchschürzen bis zu steuerungstechnischen und planerischen Aspekten. Eingebunden sind auch Fragen der Bauordnung, der Wirk-Prinzip-Prüfung sowie die Vorstellung der neuen VFDB-Richtlinie.

Themen und Referenten
Komponenten von Entrauchungs- und RDA-Anlagen brauchen einen Verwendbarkeitsnachweis – stimmt das? (Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger/Dipl.-Ing. Johannes Trümner)
Entrauchungsklappen / Kombiklappen und funktionale Sicherheit (Dipl.-Ing. Rainer Will)
Passierbare Rauchschürzen (Rainer Barth, MBA)
Ansteuerung sicherheitstechnischer Anlagen mittels Brandmelderanlage (Dipl.-Ing. Michael Steinborn)
Der Weg zur wirksamen und betriebssicheren Anlage (Dipl.-Ing. Thomas Eulert)
Entrauchung als Kompensation für Abweichungen (Dipl.-Ing. Tobias Endreß)
Einbindung von Brandschutz- und Entrauchungsklappen in das Sicherheitskonzept (Dipl.-Ing. Frank Schulze)
Vollprobetest und Wirkprinzipprüfung für sicherheitstechnische Anlagen – Klarstellung und Abgrenzung (Dipl.-Ing. Frank Lucka)
Brandrauchversuche – Übersicht über die Verfahren, Vorstellung der neuen VFDB-Richtlinie (Dipl.-Ing. Bernd Konrath)

Veranstalter
Aktionsgemeinschaft Entrauchung

Termine
13. September an der Universität Cottbus
27. September bei der Branddirektion Frankfurt
28. September bei der KHG Katholische Hochschulgemeinde Aachen.

Quelle: CCI Dialog GmbH

Expertenrunde diskutiert über giftigen Rauch

Expertenrunde diskutiert über giftigen Rauch

Auf Einladung des Fachverband Tageslicht und Rauchschutz e. V. (FVLR) waren hochrangige Vertreter aus Feuerwehr, Brandschutzplanung, Gebäudemanagement, Fachmedizin, Psychologie und Toxizitätsforschung zu einem Gedankenaustausch über giftige Rauchgase zusammengekommen. Das Gespräch fand Ende März 2016 in Köln statt.

FVLR: Expertenrunde diskutiert über giftigen Rauch
Die Teilnehmer des FVLR-Expertengespräches (v.l.n.r): Dr. Georg Klumpe, Dipl.-Ing. Lothar Brummel, Dipl.-Phys. Georg Spangardt, Univ.-Prof. Dipl.-Chem. Dr. Roland Goertz , Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Lehnhardt, Dr. Guido Kaiser, Dipl.-Ing. Thomas Hegger, Dipl.-Psych. Dr. Laura Künzer (Fotos: FVLR)

Mai 2016. Zwischen 400 und 500 Brandtote gibt es nach Einschätzung der Expertenrunde jährlich in Deutschland. Weitere rund 1.600 schwerstverletzte Menschen tragen bleibende Schäden davon. Damit liegt die Expertenschätzung etwas über der amtlichen Statistik. „Die Zahlen zeigen, dass der vorbeugende Brandschutz funktioniert und damit viele Dinge, die in den vergangenen Jahren in die Gesetzgebung eingeflossen sind“, sagt Thomas Hegger, Geschäftsführer des FVLR. Dank der hohen Brandschutzstandards in Deutschland ist die Zahl der Brandverletzten und -toten auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Das ist das Fazit der Teilnehmer eines Expertengesprächs Ende März in Köln.

Industrie- und Gewerbeimmobilien sind sicher

FVLR: Expertenrunde diskutiert über giftigen Rauch - Künzer
Dipl.-Psych. Dr. Laura Künzer Team HF Hofinger, Künzer & Mähler PartG: „Studien aus den letzten 60 Jahren zeigen immer wieder, dass Menschen tatsächlich durch Rauch laufen. Warum tun sie das? Wenn Menschen feststellen, dass es brennt, fangen sie erst einmal an zu erkunden: Was ist da eigentlich los? Aufgrund falscher Gefahrenwahrnehmung unterschätzen Menschen die Gefährlichkeit von Rauch.“

Dank dieser Vorschriften gibt es in Industrie, Handel und Gewerbe erfreulicherweise nur selten Tote oder Schwerverletzte, obgleich die Zahl der Brände annähernd konstant ist. Die Experten verweisen allerdings auf zwei verhaltensbedingte Ausnahmen im gewerblichen Bereich: In Altenpflegeheimen und Hotelbetrieben kommen relativ viele Menschen zu Schaden. Viele Brände entstehen dort deshalb, weil zum Beispiel mitgebrachte Elektrogeräte in Brand geraten oder die Bewohner im Zimmer rauchen. Rauchmelder, Brandmeldeanlagen und, in großen Räumen eingebaute Rauchabzugsanlagen, verhindern Schlimmeres. Die in den meisten Industriegebäuden, Verkaufs- und Versammlungsstätten bisher eingebauten Rauch- und Wärmeabzugsanlagen haben in diesen Gebäuden ihren hohen Schutz von Menschen und Sachwerten nachgewiesen.
„Eine Reduzierung dieser Auflagen in künftigen Neubauten wäre deshalb ebenso wenig gerechtfertigt und sinnvoll, wie der Verzicht auf den Sicherheitsgurt im Auto angesichts einer sinkenden Zahl von Verkehrstoten“, so Hegger.

Gefahr in den eigenen vier Wänden

FVLR: Expertenrunde diskutiert über giftigen Rauch - Lehnhardt
Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Lehnhardt, Direktor der Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte Bergmannsheil in Bochum: „Der Brandverletzte kommt dann in der Regel mit dem sogenannten Inhalationstrauma, einer Kombination aus der Inhalation heißer Luft und Rauchgasen, zu uns. Das führt zu einer Verbrennung der inneren Lungenoberfläche und zur Störung des CO-Austausches. Die Analyse der Schadstoffe im Rauchgas ist für uns weniger entscheidend.“

Wesentlich gefährlicher ist die Situation in Wohngebäuden: Etwa 70 Prozent der Toten werden im Schlaf vom Feuer überrascht. Viele Menschen unterschätzen das Risiko, das vom giftigen Brandrauch ausgeht. In rund 90 Prozent der Fälle ist nicht das Feuer, sondern der Rauch die Todesursache. Je nach Giftigkeit seiner Bestandteile reichen oftmals zwei bis drei Atemzüge aus, um eine Bewusstlosigkeit oder den sofortigen Tod hervorzurufen. Zwar macht sich die flächendeckende Pflicht zur Einführung von Heimrauchmeldern langsam bemerkbar.
Allerdings sehen die Regelungen der Länder für Bestandsgebäude teilweise mehrjährige Übergangsfristen vor. Die Bundesländer Berlin und Brandenburg haben die Rauchmelderpflicht noch nicht endgültig verabschiedet.

Inklusion und Brandschutz

FVLR: Expertenrunde diskutiert über giftigen Rauch - Kaiser
Dr. Guido Kaiser vom Giftinformationszentrum an der Universitätsmedizin Göttingen: „Brandrauch macht grundsätzlich drei Dinge: Es fehlt darin der Sauerstoff zum Atmen, er enthält toxische Stoffe, vor allem Kohlenmonoxid und Blausäure, und der Brandrauch ist ätzend. Bei den schweren Vergiftungen wird gemäß den Symptomen behandelt. Ob im Rauch jetzt ein paar ppm mehr oder weniger von einem Giftstoff waren, hilft uns nicht weiter.“

Ein gesondertes Problem sehen die Experten in der Ausführung vieler öffentlich zugänglicher Gebäude – Stichwort: Inklusion. Die Musterbauordnungen der Länder schreiben meistens vor, was zu beachten ist, damit Menschen mit und ohne Behinderung das Gebäude gleichermaßen nutzen können. Meist ist in den Gesetzestexten von „Zugänglichkeit“ oder einer „Benutzbarkeit auch ohne fremde Hilfe“ die Rede.

Wie die Menschen ein solches Gebäude im Brandfall sicher verlassen können, stand dagegen nicht explizit im Fokus des Gesetzgebers. Die Selbstrettung spielt allerdings gerade in der Phase der Brandentstehung und auch noch einige Minuten nach Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte eine entscheidende Rolle. Daher empfiehlt die Expertenrunde für solche Gebäude einen Brandschutz, wie er auch im geregelten Sonderbau gültig ist, mit Brand- bzw. Rauchabschnittsbildung und professionell geplantem Rauchabzug. – Vorbeugender Brandschutz kann im Ernstfall Leben retten: Feuerwehr, Rettungskräften und Brandmedizinern erleichtert er die Arbeit und vielen Menschen erspart er schwere Verletzungen oder gar den Tod.

FVLR Fachverband Tageslicht und Rauchschutz e. V.

Der FVLR repräsentiert die deutschen Hersteller von Lichtkuppeln, Lichtbändern sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Er wirkt in den einschlägigen Gremien zur internationalen und europäischen Normungsarbeit mit.

Die Teilnehmer des Expertengesprächs

Dr. Georg Klumpe (Koelnmesse GmbH), Dipl.-Ing. Lothar Brummel (POLYGONVATRO), Dipl.-Phys. Georg Spangardt (Berufsfeuerwehr Köln), Univ.-Prof. Dipl.-Chem. Dr. Roland Goertz (Bergische Universität Wuppertal), Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Lehnhardt (Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte), Dr. Guido Kaiser (Giftinformationszentrum an der Universitätsmedizin Göttingen), Dipl.-Ing. Thomas Hegger (FVLR), Dipl.-Psych. Dr. Laura Künzer (Team HF Hofinger, Künzer & Mähler PartG)

Quelle Brandschutzdialog

2015-05 Anmerkungen zum Entwurf M- LüAR

Anmerkungen zur Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen

Die Folgenden Anmerkungen beziehen sich auf den Entwurf der Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie M-LüAR vom Mai dieses Jahres und den Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung. Aus Sachverständigensicht werden Risiken kommentiert und erläutert, warum Nachbesserungsbedarf besteht.

Bei der europäischen Kommission wurde der Entwurf der Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen (Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie M-LüAR), erarbeitet im Arbeitskreis Technische Gebäudeausrüstung (TGA) der Fachkommission Bauaufsicht, eingereicht. Die Fachkommission Bauaufsicht besteht aus Vertretern der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder sowie aus einem Vertreter des Bundes und des DIN. Der Arbeitskreis TGA ist mit Vertretern der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder sowie weiteren Gästen von Spitzenverbänden und Sachverständige aus dem Bereich der TGA besetzt. Zu seinen Aufgaben gehört insbesondere die Fortschreibung der Musterentwürfe von bauaufsichtlichen Vorschriften und Richtlinien auf dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung. Die Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie ist in den Ländern als Technische Baubestimmung bauordnungsrechtlich eingeführt und daher bei der Planung, Ausführung und dem Betrieb von Lüftungsanlagen zu beachten.
Der eingereichte Entwurf vom 7. Mai 2015 übernimmt im Wesentlichen die Anforderungen der M-LüAR vom 29.9.2005 (zuletzt geändert am 1. Juli 2010). Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung gibt es in Abschnitt 4 „Anforderungen an den Feuerwiderstand von Luftleitungen und Absperrvorrichtungen von Lüftungsanlagen“ und Abschnitt 7 „Lüftungsanlagen für besondere Nutzung“, welcher bisher „Besondere Bestimmungen für Lüftungsanlagen nach DIN 18017–3: 2009–09“ hieß.
Der Abschnitt 4 gliedert sich in die Abschnitte 4.1 „Grundlegende Anforderungen“ und 4.2 „Anwendungs- und Ausführungsbestimmungen für die Verwendung“. Der Inhalt des bisherigen Abschnitts 4 wird im Entwurf im Abschnitt 4.1 wieder gegeben.

Änderung zeitlicher Kontrollintervalle Brandschutzklappen

Abschnitt 4.2 „Anwendungs- und Ausführungsbestimmungen für die Verwendung“ enthält zusätzliche Anforderungen an Brandschutzklappen, welche bisher in der Liste II der Technischen Baubestimmungen aufgeführt waren und dort zukünftig entfallen sollen. Allerdings wurden im Entwurf wesentliche Änderungen an den Intervallen für die Funktionsüberprüfung von Brandschutzklappen vorgenommen.
In der Liste II der Technischen Baubestimmungen wurde eine Funktionsüberprüfung in mindestens halbjährlichen Abstand gefordert. Ergaben zwei im Abstand von sechs Monaten aufeinander folgende Prüfungen keine Funktionsmängel, so brauchten die Brandschutzklappen nur in jährlichen Abstand überprüft werden. Im Entwurf der M-LüAR wird nun ein maximaler Prüfabstand von sechs Jahren zugelassen, sofern von den Herstellern der Brandschutzklappen keine kürzeren Fristen festgelegt werden. Bei Brandschutzklappen mit motorischen Antrieben darf die regelmäßige Überprüfung der Funktion auch ferngesteuert erfolgen, wobei diese mindestens monatlich durchzuführen sind.

Sachverständige sehen Risiken bei Intervall-Änderungen

Der in Abschnitt 4.2 formulierte maximale Prüfabstand von Brandschutzklappen von nunmehr sechs Jahren ist als äußerst kritisch anzusehen. Eine regelmäßige und fachgerecht ausgeführte Überprüfung ist wesentlich für die Funktionssicherheit von Brandschutzklappen. Die bisherige Regelung, Überprüfungen alle sechs oder zwölf Monate vorzunehmen, war in der Fachwelt akzeptiert und wurde auch in den Betriebsanleitungen der Hersteller übernommen. Nun steht zu befürchten, dass die Hersteller von Brandschutzklappen sich einen Wettlauf um immer längere Überprüfungszyklen liefern könnten, die einen nicht unerheblicher Kostenfaktor bei dem Betrieb von Lüftungsanlagen darstellen.

(…)

2016 Novellierung Musterbauordnung

Mit der Anhörung der Bauministerkonferenz am 13. November 2015  ist das Verfahren zur Novellierung der Musterbauordnung fortgesetzt worden.

Der BFW hat an der Anhörung im Deutschen Institut für Bautechnik teilgenommen und hierbei auch die Interessen der BID vertreten. Neben der europarechtskonformen Umsetzung der Vorgaben des EuGH-Urteils vom 16. Oktober 2014 (Rs. C-100/13) fordert der BFW die Umsetzung des Beschlüsse der Bauministerkonferenz vom 30. Oktober 2015, also die kritische Überprüfung der bauordnungsrechtlichen Standards sowie die Vereinfachung und Beschleunigung der bauordnungsrechtlichen Genehmigungsverfahren. In der Anhörung wurde deutlich, dass die für die europarechtskonforme Umsetzung erforderliche Problemanalyse des EuGH-Urteils und eine tatsächliche sowie rechtliche Folgenabschätzung bisher nicht ausreichend durchgeführt worden ist.

Grund der Novellierung der Musterbauordnung ist der aus dem Urteil des EuGH (Rs. C-100/13) resultierende Anpassungsbedarf an das europäische Bauproduktenrecht. Die zweijährige Umsetzungsfrist endet am 16. Oktober 2016. In dem zugrundeliegenden Urteil hatte der EuGH  entschieden, dass bestehende zusätzliche Anforderungen an CE-gekennzeichnete Bauprodukte gegen die Bauproduktenrichtlinie (89/106/EWG) verstoßen.

Die Stellungnahme des BFW zur Änderung der Musterbauordnung (MBO) finden Sie hier:

2016 Novellierung Musterbauordnung

#Prüfsachverständige #Sachverständiger #Lüftungsanlagen #RLT #Klima #Entrauchungsanlagen #RWA #MRA #RDA #CO- Warnanlagen

Als baurechtlich anerkannte Sachverständige (Prüfsachverständige Lüftung/ RLT, Entrauchung (RWA/ NRWG/ MRA/ RDA und CO- Warn) nach PrüfVO, SPrüfV, MPrüfVO prüfen wir Ihre sicherheitstechnischen Anlagen sowie Brandschutzmaßnahmen in jedem Bereich des Baurechts auf Wirksamkeit und Betriebssicherheit, deutschlandweit.

  1. • Prüfung vor Inbetriebnahme
  2. • Wiederkehrende Prüfung
  3. • Prüfung nach wesentlicher Änderung

Neben den baurechtlichen Prüfungen erstellen und erbringen wir auch:

  • Gutachten ( z.B. für natürliche Lüftungen von Garagen)
  • Lüftungsgesuche
  • Entrauchungskonzepte
  • Schriftsätze im aussergerichtlichen Schlichtungsverfahren
  • Brandschutzberatung
  • Behördenabstimmung
  • Akustische Hygieneuntersuchungen
  • Stellungnahmen
  • Planprüfungen u.a. als Vorbereitung für eine gemeinsame baurechtliche Abnahme
  • Hygieneinspektionen nach VDI 6022
  • Dichtheitsprüfungen von Luftkanalnetzen
  • Energetische Inspektionen von Klimaanlagen

Nehmen Sie jetzt kostenlos und unverbindlich Kontakt mit uns auf und lassen sich ein auf Ihre tatsächlichen Bedürfnisse zugeschnittenes individuelles Angebot unterbreiten. Machen Sie sich die Vorteile von Freien bauaufsichtlich anerkannten Sachverständigen noch heute zu eigen.
Mit Ihren möglichen gegenwärtigen Prüfunternehmen besteht keine vertragliche Dauerbindung oder Verpflichtung, wie z.B. mit Ihrem Schornsteinfeger.

Niederlassung NRW

Manuel Fey Ingenieure
Dipl.-Ing. Manuel Fey
Teschensudberg 78
42349 Wuppertal

Email: manuel (at) fey-ingenieure.com
T 0202.94 60 80 73
F 0202.94 60 80 74
M 0160.944 38 393

www.prüfsachverständige.eu
@Luft_Klima

Gesetzliche Grundlage (hier Auszug aus der PrüfVO NRW)

Verordnung über die Prüfung technischer Anlagen
und wiederkehrende Prüfungen von Sonderbauten
(Prüfverordnung – PrüfVO NRW)

Teil 1
Prüfung technischer Anlagen

§ 1
Anwendungsbereich

(1) Teil eins dieser Verordnung gilt für die Prüfung von technischen Anlagen nach Satz 2 in

1. Verkaufsstätten im Sinne der Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten – Sonderbauverordnung – in der jeweils geltenden Fassung (SGV. NRW. 232),

2. Versammlungsstätten im Sinne der Sonderbauverordnung in der jeweils geltenden Fassung (SGV. NRW. 232),

3. Krankenhäusern,

4. Beherbergungsstätten im Sinne der Sonderbauverordnung in der jeweils geltenden Fassung (SGV. NRW. 232),

5. Hochhäusern,

6. Mittel- und Großgaragen im Sinne der Sonderbauverordnung in der jeweils geltenden Fassung (SGV. NRW. 232),

7. Einrichtungen mit Räumen für Pflege- und Betreuungsleistungen von mehr als insgesamt 500 m² Bruttogrundfläche in einem Gebäude,

8. allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen,

9. Hallenbauten für gewerbliche oder industrielle Betriebe mit einer Geschossfläche von mehr als 2 000 m²,

10. Messebauten und Abfertigungsgebäuden von Flughäfen und Bahnhöfen mit einer Geschossfläche von mehr als 2 000 m² und

11. sonstigen baulichen Anlagen und Räumen besonderer Art oder Nutzung, soweit die Prüfung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde nach § 54 Absatz 2 Nummer 22 BauO NRW im Einzelfall angeordnet worden ist.

Folgende technische Anlagen sind durch Prüfsachverständige gemäß § 3 zu prüfen:

1. CO-Warnanlagen in geschlossenen Großgaragen,

2. ortsfeste, selbsttätige Feuerlöschanlagen,

3. lüftungstechnische Anlagen,

4. maschinelle Lüftungsanlagen in geschlossenen Mittel- und Großgaragen,

5. Druckbelüftungsanlagen zur Rauchfreihaltung von Rettungswegen,

6. maschinelle Rauchabzugsanlagen,

7. Sicherheitsbeleuchtungs- und Sicherheitsstromversorgungsanlagen,

8. Brandmelde- und Alarmierungsanlagen,

9. elektrische Anlagen,

– in Krankenhäusern nur elektrische Anlagen, die der Aufrechterhaltung des Betriebs dienen,

– in Garagen nur elektrische Anlagen in geschlossenen Großgaragen und

– in den übrigen Gebäuden gemäß Satz 1 alle elektrischen Anlagen,

10. natürliche Rauchabzugsanlagen und

11. ortsfeste, nicht-selbsttätige Feuerlöschanlagen.

(2) Teil 1 dieser Verordnung gilt ferner für die staatliche Anerkennung von Sachverständigen für die Prüfung von technischen Anlagen.

§ 2 (Fn 3)
Prüfungen, Prüffristen der technischen Anlagen

(1) Die technischen Anlagen nach § 1 Absatz 1 Satz 2 sowie die dafür bauordnungsrechtlich geforderten Brandschutzmaßnahmen müssen von Prüfsachverständigen gemäß § 3 auf ihre Wirksamkeit und Betriebssicherheit einschließlich des bestimmungsgemäßen Zusammenwirkens von Anlagen (Wirk-Prinzip-Prüfung) geprüft werden, und zwar

1. auf Veranlassung und auf Kosten der Bauherrin oder des Bauherrn in den Fällen der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme als Erstprüfung und

2. auf Veranlassung und auf Kosten der Betreiberin oder des Betreibers in den übrigen Fällen als wiederkehrende Prüfung.

Die wiederkehrenden Prüfungen sind seit der letzten Prüfung in Zeiträumen von nicht mehr als

1. drei Jahren für Anlagen gemäß § 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 bis 8 und

2. sechs Jahren für Anlagen gemäß § 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 9 bis 11

zu veranlassen.

(2) Die Bauherrin oder der Bauherr oder die Betreiberin oder der Betreiber haben

1. die erforderlichen Unterlagen für die Prüfungen bereitzuhalten,

2. die erforderlichen Vorrichtungen und fachlich geeigneten Arbeitskräfte bereitzustellen,

3. die bei den Prüfungen festgestellten Mängel, die eine konkrete Gefahr für die Sicherheit darstellen, unverzüglich, sonstige Mängel in angemessener Frist beseitigen zu lassen,

4. die Beseitigung der Mängel der oder dem Prüfsachverständigen mitzuteilen,

5. die Berichte über Prüfungen vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme der unteren Bauaufsichtsbehörde zu übersenden,

6. der unteren Bauaufsichtsbehörde und der für die Brandschau zuständigen Behörde die Prüftermine nach Absatz 3 rechtzeitig mitzuteilen,

7. die Berichte über die wiederkehrenden Prüfungen mindestens fünf Jahre aufzubewahren und der Bauaufsichtsbehörde auf Verlangen zu übersenden und

8. sich erforderlichenfalls den Anerkennungsbescheid der oder des Prüfsachverständigen vorlegen zu lassen.

(3) Die untere Bauaufsichtsbehörde kann im Einzelfall die aufgeführten Prüffristen verkürzen, wenn dies zur Gefahrenabwehr erforderlich ist. Sie kann bei Schadensfällen oder Mängeln an den technischen Anlagen im Einzelfall weitere Prüfungen anordnen. Die untere Bauaufsichtsbehörde und die für die Brandschau zuständige Behörde sind berechtigt, an den Prüfungen teilzunehmen.

§ 3
Prüfsachverständige

(1) Prüfsachverständige sind in ihren jeweiligen Fachrichtungen

1. die nach § 4 anerkannten Sachverständigen,

2. die vor Inkrafttreten dieser Verordnung von der obersten Bauaufsichtsbehörde und der Bezirksregierung Düsseldorf bauaufsichtlich anerkannten Sachverständigen,

3. Sachverständige, die nach Abschnitt I der Verordnung über die Organisation der technischen Überwachung vom 2. Dezember 1959 (GV. NRW. S. 174), aufgehoben durch Verordnung vom 16. Juli 2004 (GV. NRW. S. 398), anerkannt sind,

4. die Bediensteten einer öffentlichen Verwaltung mit den für die Ausübung der Tätigkeit als Sachverständige erforderlichen Sachkenntnissen und Erfahrungen sowie Mess- und Prüfgeräten für technische Anlagen von Gebäuden im Zuständigkeitsbereich dieser Verwaltung und

5. die von anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland bauaufsichtlich anerkannten Sachverständigen.

(2) Personen, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem nach dem Recht der Europäischen Gemeinschaften gleichgestellten Staat zur Wahrnehmung von Aufgaben im Sinne dieser Verordnung niedergelassen sind, sind befugt, als Prüfsachverständige Aufgaben nach dieser Verordnung auszuführen, wenn sie

1. hinsichtlich des Tätigkeitsbereiches eine vergleichbare Berechtigung besitzen,

2. dafür hinsichtlich der Anerkennungsvoraussetzungen und des Nachweises von Kenntnissen vergleichbare Anforderungen erfüllen mussten und

3. die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen.

Sie haben das erstmalige Tätigwerden vorher der zuständigen Stelle anzuzeigen und dabei

1. eine Bescheinigung darüber, dass sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem nach dem Recht der Europäischen Gemeinschaften gleichgestellten Staat rechtmäßig zur Wahrnehmung von Aufgaben im Sinne dieser Verordnung niedergelassen sind und ihnen die Ausübung dieser Tätigkeiten zum Zeitpunkt der Vorlage der Bescheinigung nicht, auch nicht vorübergehend, untersagt ist, und

2. einen Nachweis darüber, dass sie im Staat ihrer Niederlassung dafür die Voraussetzungen des Satzes 1 Nummer 2 erfüllen mussten,

vorzulegen. Die zuständige Stelle soll das Tätigwerden untersagen, wenn die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht erfüllt sind; sie hat auf Antrag zu bestätigen, dass die Anzeige nach Satz 2 erfolgt ist.

(3) Personen, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem nach dem Recht der Europäischen Gemeinschaften gleichgestellten Staat zur Wahrnehmung von Aufgaben im Sinne dieser Verordnung niedergelassen sind, ohne im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2 vergleichbar zu sein, sind berechtigt, als Prüfsachverständige Aufgaben nach dieser Verordnung auszuführen, wenn ihnen die zuständige Stelle bescheinigt hat, dass sie die Anforderungen hinsichtlich der Anerkennungsvoraussetzungen, des Nachweises von Kenntnissen und des Tätigkeitsbereiches nach dieser Verordnung erfüllen. Die Bescheinigung wird auf Antrag erteilt, dem die zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen beizufügen sind. § 6 Absatz 2 Sätze 3 bis 7 gilt entsprechend.

(4) Anzeigen und Bescheinigungen nach den Absätzen 2 und 3 sind nicht erforderlich, wenn bereits in einem anderen Land eine Anzeige erfolgt ist oder eine Bescheinigung erteilt wurde. Verfahren nach den Absätzen 2 und 3 können über eine einheitliche Stelle nach den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. November 1999 (GV. NRW. S. 602), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Mai 2009 (GV. NRW. S. 296), abgewickelt werden.

(…)