Archiv der Kategorie: Klimaanlagen

Prüfung von Lüftungsanlagen durch bauaufsichtlich anerkannte Sachverständige

Prüfung von Lüftungsanlagen durch bauaufsichtlich anerkannte Sachverständige

Prüfung von Lüftungsanlagen nach Bauordnungsrecht (Abb. © industrieblick/Fotolia.com)

zur Anmeldung

Inhalt:

Technische Anlagen und Einrichtungen in Gebäuden wie z. B. Lüftungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzüge, Feuerlöschanlage oder Brandmeldeanlagen können gemäß dem Baurecht der Länder als prüfpflichtige (sicherheits-) technische Anlagen und Einrichtungen eingestuft werden.stempel-grau
Wirksamkeit und Betriebssicherheit dieser Anlagen müssen  vor der ersten Inbetriebnahme und wiederkehrend durch Prüfsachverständige bestätigt werden. Können diese Prüfungen und die Mängelfreiheit der Anlagen gegenüber der Bauaufsichtsbehörde nicht nachgewiesen werden, ist rein formal die Nutzung des Gebäudes nicht zulässig.

In diesem Seminar lernen Sie den Umfang der durchzuführenden Prüfungen kennen. Sie erfahren, wie Sie ein mängelfreies Prüfergebnis erreichen können.

Die Teilnehmer können im Vorfeld Fragen mit Fotos oder Zeichnungen einreichen, die dann als Fallbeispiele behandelt werden.


Zielgruppen:

Planer, Ausführende Firmen, Bauleiter, Sachverständige, Projektsteuerer, Bauherren, Anlagenbetreiber, Gebäudemanagement


Referenten:

  • Dipl.-Ing. Tale-Yazdi,
    Bauaufsichtlich anerkannter Prüfsachverständiger für Lüftungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen RWA und CO-Warn-Anlagen
  • Dipl.-Ing. Heinrich Fischer,
    Bauaufsichtlich anerkannter Prüfsachverständiger für Lüftungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen RWA und CO-Warn-Anlagen,
    1. Vorsitzender Technische Organisation von Sachverständigen (TOS) e.V., Sachverständiger, Berlin

Termin:

26. April 2016 Frankfurt am Main
Tagungshotel wird noch bekannt gegeben
(Kennwort: PruefBau-260416) 

Programm:

9.30 Uhr bis 17.00 Uhr

1. 

 

Bauordnungsrechtliche Forderungen an die Prüfung von Lüftungsanlagen in Gebäuden
–    Welche Gebäude sind prüfpflichtig?
–    Welche Fristen sind einzuhalten?
–    Wer sollte den Sachverständigen beauftragen?
2. 

 

Prüfumfang gemäß den Muster-Prüfgrundsätzen
–    Welche Lüftungsanlagen sind prüfpflichtig?
–    Was wird geprüft?
–    Wo liegen die Schnittstellen zu anderen Gewerken?
3. 

 

Für die Prüfung bereitzustellenden Dokumente und Unterlagen
–    Welche Unterlagen und Dokumente werden benötigt?
–    Wie kann bei fehlenden Unterlagen verfahren werden?
4.

 

Die Erstprüfung
–    Was ist bei der Planung und Ausführung zu beachten?
–    Wie können Mängel frühzeitig, d.h. vor der Ausführung, entdeckt
und beseitigt werden?
–    Wie lassen sich Ausführungsmängel vermeiden?
5.

 

Hinweise für die Wiederholungsprüfung
–    Was ist bei der Wiederholungsprüfung zu beachten?
–    Was wird geprüft?
–    Welche Dokumente und Unterlagen werden benötigt?

 

 Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt!


Teilnahmegebühren:

497,00 Euro zzgl. 19% MwSt.

 

In der Teilnahmegebühr enthalten sind:

  • Tagungsunterlagen, Vortrag auf USB-Stick
  • Teilnahmebestätigung
  • Tagungsverpflegung
  • Parkgebühren

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen

Die Teilnahmegebühr ist mit der Bestätigung der Anmeldung an die cci Dialog GmbH, Karlsruhe, zu zahlen. Es gelten – auch für Stornierungen – die AGB unter www.cci-dialog.de


Ihre persönliche Beratung:

Katrin Tomaschewski
Programmentwicklung cci Schulung
Anwenderwissen für Einsteiger und Profis

Fon +49(0)721/565 14-16
Fax +49(0)721/565 14-50
mail_schulung

zur Anmeldung

Quelle:
http://www.cci-dialog.de/schulung/pruefbau/

 

2015-05 Anmerkungen zum Entwurf M- LüAR

Anmerkungen zur Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen

Die Folgenden Anmerkungen beziehen sich auf den Entwurf der Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie M-LüAR vom Mai dieses Jahres und den Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung. Aus Sachverständigensicht werden Risiken kommentiert und erläutert, warum Nachbesserungsbedarf besteht.

Bei der europäischen Kommission wurde der Entwurf der Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen (Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie M-LüAR), erarbeitet im Arbeitskreis Technische Gebäudeausrüstung (TGA) der Fachkommission Bauaufsicht, eingereicht. Die Fachkommission Bauaufsicht besteht aus Vertretern der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder sowie aus einem Vertreter des Bundes und des DIN. Der Arbeitskreis TGA ist mit Vertretern der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder sowie weiteren Gästen von Spitzenverbänden und Sachverständige aus dem Bereich der TGA besetzt. Zu seinen Aufgaben gehört insbesondere die Fortschreibung der Musterentwürfe von bauaufsichtlichen Vorschriften und Richtlinien auf dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung. Die Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie ist in den Ländern als Technische Baubestimmung bauordnungsrechtlich eingeführt und daher bei der Planung, Ausführung und dem Betrieb von Lüftungsanlagen zu beachten.
Der eingereichte Entwurf vom 7. Mai 2015 übernimmt im Wesentlichen die Anforderungen der M-LüAR vom 29.9.2005 (zuletzt geändert am 1. Juli 2010). Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung gibt es in Abschnitt 4 „Anforderungen an den Feuerwiderstand von Luftleitungen und Absperrvorrichtungen von Lüftungsanlagen“ und Abschnitt 7 „Lüftungsanlagen für besondere Nutzung“, welcher bisher „Besondere Bestimmungen für Lüftungsanlagen nach DIN 18017–3: 2009–09“ hieß.
Der Abschnitt 4 gliedert sich in die Abschnitte 4.1 „Grundlegende Anforderungen“ und 4.2 „Anwendungs- und Ausführungsbestimmungen für die Verwendung“. Der Inhalt des bisherigen Abschnitts 4 wird im Entwurf im Abschnitt 4.1 wieder gegeben.

Änderung zeitlicher Kontrollintervalle Brandschutzklappen

Abschnitt 4.2 „Anwendungs- und Ausführungsbestimmungen für die Verwendung“ enthält zusätzliche Anforderungen an Brandschutzklappen, welche bisher in der Liste II der Technischen Baubestimmungen aufgeführt waren und dort zukünftig entfallen sollen. Allerdings wurden im Entwurf wesentliche Änderungen an den Intervallen für die Funktionsüberprüfung von Brandschutzklappen vorgenommen.
In der Liste II der Technischen Baubestimmungen wurde eine Funktionsüberprüfung in mindestens halbjährlichen Abstand gefordert. Ergaben zwei im Abstand von sechs Monaten aufeinander folgende Prüfungen keine Funktionsmängel, so brauchten die Brandschutzklappen nur in jährlichen Abstand überprüft werden. Im Entwurf der M-LüAR wird nun ein maximaler Prüfabstand von sechs Jahren zugelassen, sofern von den Herstellern der Brandschutzklappen keine kürzeren Fristen festgelegt werden. Bei Brandschutzklappen mit motorischen Antrieben darf die regelmäßige Überprüfung der Funktion auch ferngesteuert erfolgen, wobei diese mindestens monatlich durchzuführen sind.

Sachverständige sehen Risiken bei Intervall-Änderungen

Der in Abschnitt 4.2 formulierte maximale Prüfabstand von Brandschutzklappen von nunmehr sechs Jahren ist als äußerst kritisch anzusehen. Eine regelmäßige und fachgerecht ausgeführte Überprüfung ist wesentlich für die Funktionssicherheit von Brandschutzklappen. Die bisherige Regelung, Überprüfungen alle sechs oder zwölf Monate vorzunehmen, war in der Fachwelt akzeptiert und wurde auch in den Betriebsanleitungen der Hersteller übernommen. Nun steht zu befürchten, dass die Hersteller von Brandschutzklappen sich einen Wettlauf um immer längere Überprüfungszyklen liefern könnten, die einen nicht unerheblicher Kostenfaktor bei dem Betrieb von Lüftungsanlagen darstellen.

(…)